Anpassung durch Mutation

 

HNE BIENHOGAR damals und heute. In der Natur entstehen nach Krisen oft völlig neue Arten, so auch bei dem in 2005 aus Österreich ausgewanderten Schlossermeister Franz Hetzmannseder.

Bis 2009 lief alles quasi von alleine und er war ein viel gefragter Handwerker auf den Großbaustellen der Hotels, die eines nach dem anderen im Süden der Insel wie Pilze aus dem Boden schossen. „Da mussten oft hunderte Meter lange Edelstahlgeländer montiert und verschweißt werden“. Die Situation in 2008 kann man dann aber mit einer Kombination eines Meteoriteneinschlags und einer Eiszeit vergleich. Der Hotelbaustopp der Kanarischen Regierung fing an, allmählich zu greifen und auch die damalige Weltwirtschaftskrise traf Spanien, welches bis dato vor allem von der Bauwirtschaft lebte, besonders hart und plötzlich.

Nach dem Verschwinden der Saurier war die Zeit reif für etwas Neues.

Dadurch musste Franz sich plötzlich umwandeln und neu anpassen und er entdeckte das Privatkundengeschäft, welches im Süden der Insel weiter stabil vor sich hinlief. Qualitätsbewusste Hausbesitzer gab es auch während der Krise weiterhin. Er begann dann das Vertreiben von hochwertigen Marken und das Geschäft entwickelte sich dann regelrecht. In 2014 beschlossen er und seine Geschäftspartnerin Ulrike Müller, die sich inzwischen um die Administration kümmerte, eine Ausstellung in Arinaga zu eröffnen.

In die geräumige Halle im Industriegebiet von Arinaga konnte man zu erschwinglichen Konditionen einziehen und seitdem bietet sie viele Vorteile. Neben der großen Ausstellung mit ca. 200m2, gibt es nun genügend Platz für Lagerung, eine Schlosserwerkstatt und sogar eine Lackiererei. Für die überwiegend im Süden der Insel angesiedelte Kundschaft ist es kein Problem, die ca. 20km bis nach Arinaga zu fahren. Im Gegenzug ergaben sich auch Vorteile, nämlich, dass der gesamte Einkauf von Zubehör nun in direkter Umgebung liegt, wodurch sich auch Verbesserungen in der Effizienz ergeben haben.

Einfach war der Einstieg aber nicht. „Neben den Investitionen die Halle, Maschinen, Fahrzeuge, Möblierung, Computer, etc. bestanden die Marken, die wir vertreten, auf weitere Investitionen in aufwändige Ausstellungstücke. Das ist nicht billig. Die hochwertigen Firmen arbeiten nur mit soliden Firmen zusammen.“ Stolz zeigt uns Ulrike aber nun ihr Sortiment bestehend aus verschiedenen Markisen, Fenstern, Türen, Verschattungstechniken und Geländern.

Das Geschäft ist sehr beratungsintensiv. Markilux z.B. bietet zu den eleganten Markisensystemen über 1 Mio. Farb- und Stoffkombinationen und bei Finstral gibt es interessante Detaillösungen, wie Dreifachverglasung, Dreh-Kipp-Fenster und -Türen oder innenliegende Verschattung mit gleich mehreren Vorteilen wie: elegantes Design, staubfreie Lamellen und einen besseren Schutz der Teile. Auch hochwertige Eingangstüren mit modernster Verriegelungstechnik findet man hier. Die neueste Investition ist die bioklimatische Pergola von Saxun mit verstellbaren Dachlamellen mit Schutz gegen Sonne oder Regen, die nun zum Start in die Sommersaison schon mehrfach verkauft werden konnte.

Qualität vor Wachstum

Das Geschäftsmodell ist bei HNE BIENHOGAR klar definiert. „Die Firma vertreibt und verarbeitet nur die besten Marken und Produkte am Markt“ sagt uns auch Franz. Diesen Anspruch setzt er auch auf sein Team um, wo er die Qualität vor das Wachstum setzt. „Letzten Endes muss ich für jedes Projekt selber gerade stehen. Bei der Montage kann man sich keine Fehler erlauben und immer wieder müssen irgendwelche unvorhergesehenen Details beim Kunden gelöst werden. 

“Die Arbeitstage dauern meist 10 bis12 Sunden, nach einem Arbeitstag werden noch die Neukunden besucht, aber die Firma möchte ihre Betriebsgröße von derzeit weiteren 2 bis 3  Mitarbeitern – trotz der hohen Nachfrage - nicht vergrößern. Entsprechend müssen die Kunden sich daher auch schon mal mit etwas längeren Wartezeiten abfinden. „

Am Ende steht die Zufriedenheit über ein hochwertiges Produkt aber im Vordergrund“, sagt uns Ulrike, die von Arinaga aus alles koordiniert.

Zudem ist Franz immer auch mal für Spezialaufträge gefragt, man zeigt uns z.B. eine „fliegende“ Aussichtsterrasse eines Luxushauses auf dem Monte über dem fast 200 Meter tiefen Barranco Palmito. Und aufgrund der neuen Ausrichtung hat die Firma nun auch Flügel bekommen. Als Generalvertreter versorgt man neben Gran Canaria nun noch Fuerteventura und Lanzarote mit.

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