Dünen von Maspalomas nur noch auf Fußwegen betretbar

Seit heute werden die Dünen von Maspalomas von vier speziellen Naturschutzhütern "Agentes de Medio Ambiente" sowie zwei Lokal-Polizisten überwacht.

Ein spezieller Ordnungsplan des Naturschutzgebietes der Dünen von Maspalomas strukturiert die neuen und insgesamt 8 Kilometer langen öffentlichen Wege, die diese nun durchqueren und bereits mit 1.500 Markierungsbollern gekennzeichnet sind. Heute fand dafür die Einweihung durch den Inselpräsidenten Antonio Morales sowie die Bürgermeisterin der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana Conchi Narváez statt. Ein weiteres Team von 7 Mitarbeitern wird für den Schutz und die Pflege eingesetzt.

Die Dünen dürfen nun ab sofort nicht mehr betreten werden und die Hüter werden unter Anwendung von Strafen zwischen 150 und 600 Euro die Einhaltung überwachen.

Schon letztes Jahr hatte das Cabildo ein weltweit einzigartiges Projekt gestartet, indem es seitdem ca. gut 50.000 Kubikmeter Sand mit Baggern an ihren “Startpunkt” zurückgebracht hatte, bevor dieser durch den Wind wieder im Ozean verschwinden würde. Auch zusätzliche Balancones - Strauchgewächse wurden neu angepflanzt, hinter denen die Dünen anfangen, sich zu bilden. Die gut 15-25 Meter hohen Wanderdünen sind nach aktuellen Erkenntnissen erst ca. 200 - 250 Jahre alt. Sie werden von einem vorgelagerten Unterwasservorkommen an Sand durch die vorherrschenden Meeresströmungen und Passatwinde ständig neu versorgt.  Wissenschafter der Universität in Las Palmas (ULPGC) gehen davon aus, dass dieses durch das Erdbeben in Lissabon im Jahr 1.755 geformt wurde. Allerdings ist dieses Reservoir wohl in ca. 90 Jahren erschöpft.

 

 

Während der Ausgangssperre hatten die Dünen relativ schnell ihren idyllischen und natürlichen Zustand wiedererlangt. Die Fotos hatten in den sozialen Netzwerken sehr schnell sehr viel Verbreitung bekommen. Die  Politiker und Landschaftsplaner der Insel haben nun auch sehr schnell reagiert und noch während der Phase 1 Ausgangssperre das Projekt umgesetzt. Nach 50 Jahren erhalten sie nun ihr natürliches Erscheinungsbild wieder zurück.

Quelle: Cabildo de Gran Canaria und Gemeinde San Bartolomé de Tirajana